Weltwirtschaft im Aufwind: Ergebnisse der „AHK World Business Outlook“-Umfrage

06.07.17

Ca. 4.000 weltweit tätige deutsche Unternehmen bestätigten die positiven konjunkturellen Entwicklungen der vergangenen Monate.

 

Nach den zuversichtlichen Prognosen der DIHK-Konjunkturumfrage (Frühsommer 2017) zeigen sich auch die im Ausland tätigen deutschen Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaften bzw. Unternehmen mit engem Deutschlandbezug in einer von den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen durchgeführten Studie im Vergleich zum Vorjahr hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen und Erwartungen äußerst positiv. Insbesondere drei Kernpunkte unterstreichen den ökonomischen Fortschritt:

1. Weltwirtschaft im Aufwind

Das weltweite Wirtschaftswachstum zieht wieder an. Nach in den letzten Jahren moderaten Wachstumsraten blicken die deutschen Unternehmen im Ausland aktuell deutlich zuversichtlicher auf die globale Konjunktur. Ein gutes Drittel der mehr als 4.000 von den AHKs befragten Unternehmen sieht in den kommenden zwölf Monaten eine positive Entwicklung der Konjunktur vor Ort (34 Prozent). Lediglich 16 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Der daraus resultierende Saldo von 18 Punkten ist deutlich höher als in der vorherigen Umfrage im Herbst 2016 (Saldo: sieben Punkte).

2. Deutsche Unternehmen weltweit erfolgreich

Deutsche Unternehmen machen weltweit wieder bessere Geschäfte. Sowohl die Lage der Unternehmen als auch die Erwartungen für die eigene Geschäftsentwicklung verbessern sich deutlich. Immerhin 55 Prozent der international aufgestellten deutschen Unternehmen bezeichnen ihre derzeitige Geschäftssituation als gut, lediglich sieben Prozent als schlecht. Der Saldo in Höhe von 48 Punkten wächst deutlich gegenüber den 37 Punkten in der Vorumfrage. Die Unternehmen erwarten, dass sich die optimistischen konjunkturellen Aussichten in vielen Ländern weltweit auch positiv auf ihr eigenes Geschäft niederschlägt.

3. Mehr Investitionen und Personal

Die optimistische Grundstimmung zeigt sich auch bei den Investitions- und Beschäftigungsplänen der Unternehmen: 39 Prozent wollen stärker investieren und 42 Prozent mehr Mitarbeiter einstellen. Jeweils knapp die Hälfte der Unternehmen sieht keinen Änderungsbedarf. Augenscheinlich überwiegt demnach aktuell die konjunkturelle Zuversicht im Vergleich zu den eingeschätzten Risiken.

Nichtsdestrotrotz sehen die Unternehmer erstmals seit Herbst 2015 die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Hauptrisikoquelle. 48 Prozent der Unternehmen sind aufgrund von wirtschaftspolitischen Maßnahmen, Absichten oder Tendenzen wie zunehmendem Protektionismus (z.B. Brexit), aber auch sich verschärfenden Konflikten verunsichert.

Die deutschen Unternehmen im Nahen und Mittleren Osten blicken jedoch wieder zuversichtlicher auf die Konjunktur vor Ort als im Herbst letzten Jahres: So verbesserte sich die Zufriendenheit deutlich um insgesamt 17 Punkte.  Ein Drittel geht sogar von einer besseren ökonomischen Entwicklung als im Vorjahr aus. Die Erholung der Rohstoffpreise sorgt zudem auch für Spielräume bei Investitionen.

Hinweis: Eine ausführliche Auswertung der Umfrage „AHK World Business Outlook“ können Sie den nachfolgenden Dokumenten entnehmen.