Dez 01 bis Dez 06

Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen im Bereich Logistik

Vom 01. bis 06. Dezember 2019 führt MENA Business GmbH in Kooperation mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Saudi-Arabien, Bahrain und Jemen (AHK Saudi-Arabien) und mit Unterstützung der Logistics Alliance Germany (LAG), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnung nach Saudi-Arabien (Riad und Dschidda) durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Veranstaltungsort

Riyadh



Details
Veranstaltungsbeginn
01.12.2019 | 00:00
Veranstaltungsende
06.12.2019 | 00:00
Veranstaltungs-Sprache(n)
Deutsch / Englisch
Anmeldung

Interessierte Unternehmen können sich bis zum 23. August 2019 bei dem unten angegebenen Kontakt anmelden.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter

www.ixpos.de/markterschliessung

abgerufen werden.

Ziel der Geschäftsanbahnung zum Thema Logistik ist es, deutschen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Einstieg in den saudi-arabischen Markt zu erleichtern und zu weiteren Erfolgen in ihrer Exporttätigkeit zu führen.

Im Rahmen der Reise werden wichtige Unternehmen und Institutionen des saudi-arabischen Logistiksektors besucht. Bei einer Präsentationsveranstaltung in Riad haben die teilnehmenden deutschen Unternehmen individuell die Möglichkeit, dem saudi-arabischen Fachpublikum ihre Produkte und Dienstleistungen bzw. mögliche Kooperationsfelder vorzustellen sowie anhand von individuellen Einzelgesprächen und Gruppenterminen mit einheimischen Unternehmen und Institutionen das Geschäftspotential zu ergründen und wichtige Kontakte vor Ort zu knüpfen.


Das logistische Potential Saudi-Arabiens mit seiner zentralen Lage auf der Arabischen Halbinsel wurde von der Regierung als groß erkannt. Im Rahmen der Vision 2030 wurde daher das National Industrial Development and Logistics Program (NIDLP) gegründet. Saudi-Arabien hat sich verschiedene Ziele gesetzt, wie

  • Bereitstellung wettbewerbsfähiger logistischer Transportdienstleistungen,
  • Setzen höherer Standards für Fracht und Lagerung,
  • Straffung der Buchungs- und Verfolgungssysteme,
  • Beschleunigung der Zollverfahren sowie

Integration und Erfassung des maximalen Nutzens aus vorhandener und neuer Infrastruktur.

Im Jahr 2017 exportierte Saudi-Arabien Waren im Wert von 218,2 Mrd. USD und importierte gleichzeitig Güter für insgesamt 130,8 Mrd. USD. Neben der Erweiterung des Schienennetzes werden ebenfalls Milliardenbeträge für die Ausweitung von Hafenanlagen verwendet. Der saudi-arabische Logistiksektor hatte 2015 insgesamt einen Umsatz von mehr als 18 Mrd. USD erwirtschaftet. Der Anteil des Transport- & Kommunikationssektors am Nicht-Öl-Bruttoinlandsprodukt lag 2017 bei 10,5 %.

Schienenverkehr: Der Inlandstransport über das Schienennetz steigt schon seit einigen Jahren rapide. Ein wesentlicher Kataly-sator für die Restrukturierung des Logistiksektors ist die so genannte Landbridge, die von Dammam über Riad nach Dschidda verläuft und den Transport von Gütern zwischen dem Roten Meer und dem Golf ermöglicht. Zusätzlich zu den neuen Schie-nen werden die existierenden 450 km Strecke zwischen Riad und Dammam ausgebaut. Somit wird die Strecke doppelspurig insgesamt 950 km Strecke für Passagier- und Güterverkehr beinhalten, der mit einer Geschwindigkeit von 220 bzw. 120 km/h ablaufen wird. Die Kapazitäten des Güterverkehrs werden somit auf jährlich 30 Mio. t gesteigert, während das resultierende Gesamtpassagiervolumen auf ca. 23 Millionen geschätzt wird.

Luftverkehr und Flughäfen: Die Luftfahrt nimmt in der Saudi Vision 2030 eine Schlüsselrolle ein, so dass die saudi-arabische Regierung in ihrem Budget für 2018 die Gesamtausgaben für den Sektor auf 293 Mio. USD erhöht hatte. Neben den Erweiterungen und dem Neubau von internationalen Flughäfen schreitet die Privatisierung von allen 28 Flughäfen bis 2020 weiter voran. Das betrifft den Betrieb der Flughäfen, die Verwaltung von Passagierketten, die Flugsicherung und den IT-Bereich.

Seehäfen: Saudi-Arabien plant große Investitionen in seine Häfen, die Modernisierung der Infrastruktur und die Erweiterung der Kapazitäten. Neben der Privatisierung des Jeddah Islamic Port und des King Abdullah Sea Port laufen derzeit Projekte mit rund 1,6 Mrd. USD. Rund 8 Mrd. USD wurden von der Saudi Ports Authority für künftige Projekte beiseitegelegt.

Straßen: Aktuell wird immer noch ein wesentlicher Teil des inländischen Transports auf der Straße abgewickelt. Das Landesstraßenverkehrsnetz beinhaltete 2014 eine Gesamtlänge von 627.000 km. Lokale Firmen sind generell die Bauherren dieser Straßenprojekte, da die saudi-arabische Regierung versucht, die Kapazitäten der regionalen Bauindustrie zu erhöhen. In diesem Segment gibt es Kooperationsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen der Zulieferindustrie.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Die teilnehmenden Unternehmen erhalten vor der Reise eine branchenspezifische Zielmarktanalyse sowie zusätzliche individuelle Kompaktinformationen über Wettbewerb und wichtige Nachfragesegmente zur Vorbereitung. Zusätzlich zum Eigenanteil tragen die Unternehmen ihre individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Interessierte Unternehmen können sich bis zum 20. September 2019 bei dem unten angegebenen Kontakt anmelden.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter

www.ixpos.de/markterschliessung

abgerufen werden.

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